Burg Mildenstein (Museen mit Kindern)

Ort: Leisnig, Landkreis Mittelsachsen
Museum: Burg Mildenstein
Dauer: ca. 3h mit Museum und Turmbesteigung
Reisezeit: März 2014
Museumskind 1: 4 Jahre
Museumskind 2: 8 Monate



Die Burg Mildenstein mit ihrem mächtigen Bergfried in Leisnig beindruckt durch eine fast 1000jährige Geschichte. Der Kinderpfad im Museum wird liebevoll durch Hörstationen rund um den Turm Frieder gestaltet, der dazu geführt hat, dass unser Kindergartenkind über zwei Stunden geduldig durch die Ausstellung spazierte und sich freute, wenn Frieder wieder zu entdecken war und auf den roten Knopf gedrückt werden konnte.



Sie hat geduldig zugehört, was Frieder dem kleinen Besucher zu berichten hatte, riss sich beim betreten der Schreibstube etwas eingeschüchtert sofort die Mütze vom Kopf, weil Frieder das so verlangt hatte und berichtete uns, dass wir jetzt in den nächsten Stock gehen müsste und das Dach nicht verpassen dürfen, wie Frieder das ankündigte.




Dazwischen gab es für die kleinen Besucher eine hölzerne Spieleburg der Gesamtanlage, Wandpuzzle (die für 4-jährige Kinder zu schwer gingen), ein Schreibpult mit richtigen Federn und ein Essenquiz rund um die mittelalterliche Küche. Insgesamt können wir eine klare Empfehlung für den Museumsbesuch mit Kindern in dieser Burg geben. Das Tochterkind wollte am Ende die etwas gruslige Gefängnishörstation unbedingt nochmal hören und sang noch auf dem Heimweg begeistert "Stein auf Stein, Stein auf Stein, der Frieder wird bald fertig sein!".

Einen klaren Punktabzug gab es aber für den Museumsbesuch mit Baby. Die Ausstellungsräume sind nicht mit dem Kinderwagen erreichbar, was der Bausituation geschuldet ist und damit akzeptiert werden kann, denn schließlich gibt es Tragetüchter. Den Schlüssel für die Wickelstation bzw. behindertengerechten Toilette jedoch dauerhaft (wie der eingravierte Schriftzug belegt) an der Burgkasse zu hinterlegen und diese Tür ansonsten abgeschlossen zu lassen, ist nicht nachvollziehbar. Mit einem Wickelkind kann man auf die Damentoilette ausweichen (was ich getan habe), aber einem Rollstuhlfahrer ernsthaft zu verlangen, dass er den steilen und mit Kopfsteinplaster versehenen Burgberg wieder hinabfährt, ist eine Zumutung.



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